Die Elektrotherapie ist nicht neu. Schon vor unserer Zeitrechnung wurde Strom für die Behandlung von Schmerzen eingesetzt.

Die Elektrotherapie ist ganz einfach gesagt die Behandlung mit Strom. Sie beinhaltet Verfahren zur Behandlung unterschiedlicher Krankheitssymptomen und Schmerzen sowie Verfahren zur Nachbehandlung und Wiederherstellung von Funktionen des Bewegungsapparates.

 

Bereits 1957 wurde die durchblutungsfördernde und wärmende Wirkung der Hochfrequenztherapie nachgewiesen. Schon damals konnte man Indikationen wie die Behandlung von Neuralgien und Hautekzemen definieren. Auch rheumatische Erkrankungen sowie Erkrankungen mit entzündlichen Prozessen wurden erfolgreich behandelt.

 

Die Wirkung der Elektrotherapie auf Zellen und Blutgefässe wurde klinisch sowie experimentell nachgewiesen. Während einer Behandlung ist eine erregbarkeitssteigernde Wirkung mittels Bestimmung der motorischen Schwelle nachprüfbar.

Huber, R. & Michalsen, A. (Hrsg.) Checkliste Komplementärmedizin. (2014). Stuttgart: Karl F. Haug Verlag


Elektrische Muskelreizung

Findet keine von der Zelle hervorgerufene Veränderung statt, bleibt der Ausgangszustand bestehen (Zellinnere ist negativ und das Aussenmillieu positiv geladen) und er wird als Ruhepotential bezeichnet.

Muskel- und Nervenzellen sind erregbare Zellen und können auf einen Reiz hin die Ionenleitfähigkeit ihrer Membran verändern. Ist dieser Reiz stark genug, kommt es zu einem sogenannten Aktionspotential. In der Nervenzelle ist dies das weitergeleitete Signal und am Muskel führt es zu einer Kontraktion (Aktionspotential). Das Ruhepotential wird also durch den Reiz verringert (=Depolarisation).

 

Wird eine gewisse Schwelle an elektrischer Spannung erreicht, entwickeln Zellen ein Aktionspotential.

Erregbarkeit von Muskelfasern durch Strom

Durch Reiz- oder Impulsstrom kann eine Muskel- oder eine Nervenzelle auch künstlich von aussen elektrisch gereizt werden. es erfolgt eine einmalige Kontraktion. Beim Einschalten des Stroms wird eine Schliesszuckung, beim Ausschalten des Stroms eine Öffnungszuckung des Muskels ausgelöst.

 

In der Elektrotherapie werden unterschiedliche Stromformen angewendet:

 

Hochfrequenzströme

Hierbei kommen elektrische und magnetische Wechselfelder sowie elektromagnetische Wellen über 100 kHz zur Anwendung.

 

Es werden verschiedene Wellenarten unterschieden: Kurzwelle, Mikrowelle, Dezimeterwelle. Die spezielle Wirkung ist  die Steigerung der lokalen Durchblutung, die Tiefenerwärmung sowie die Steigerung des Stoffwechsels und die Anregung des Immunsystems.

 

Mittelfrequente Reizströme

Wechselströme mit einer Frequenz von 1-300 kHz sowie konstanter Intensität. Sie lassen sich in reinen Reizstrom sowie in amplitudenmodulierte Reizströme unterscheiden. Sie können eine Reizwirkung auf das Nerv-Muskel-System sowie eine Hemmwirkung auf die Schmerzweiterleitung haben.

 

Niederfrequente Reizströme

Gleichströme mit Frequenzen von 0.1 – 1 kHz. Durch das Elektrotherapiegerät wird der Gleichstrom in zeitliche Intervalle unterbrochen, damit ein Impulsstrom entsteht. Einsatzgebiete sind: Die Linderung von Schmerzen, Behandlungen geschwächter Muskel oder die Behandlung peripherer Lähmungen.

 

Wenk, W. (2004): Elektrotherapie. Berlin: Springer

Kramme, R. (Hrsg.) (2001): Medizintechnik. 4. Berlin Heidelberg Springer-Verlag

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Die Elektrotherapie ist nicht neu. Schon vor unserer Zeitrechnung wurde Strom für die Behandlung von Schmerzen eingesetzt.

Wird eine gewisse Schwelle an elektrischer Spannung erreicht, entwickeln Zellen ein Aktionspotential.

Wird eine gewisse Schwelle an elektrischer Spannung erreicht, entwickeln Zellen ein Aktionspotential.

Wird eine gewisse Schwelle an elektrischer Spannung erreicht, entwickeln Zellen ein Aktionspotential.

Wird eine gewisse Schwelle an elektrischer Spannung erreicht, entwickeln Zellen ein Aktionspotential.